




Am 3. Juni begrüßte die Leiterin der Archivschule, Frau Dr. Irmgard Christa Becker, die Referendarinnen und Referendare des 48. Wissenschaftlichen Lehrgangs zum Einführungsseminar in Marburg. Mit diesem Lehrgang startet erstmals die modularisierte Ausbildung im höheren Archivdienst, die als eine grundlegende Weiterentwicklung des Referendariats anzusehen ist. Zu diesem Anlass richtete auch Frau Dr. Regina Jeske als Vertreterin der zuständigen Ressortministerin, Frau Eva Kühne-Hörmann, ein Grußwort an die Anwesenden und ging ausführlich auf die Novellierung der Ausbildung in Anlehnung an den Bologna-Prozesses ein. Nähere Informationen zum neuen Referendariat finden Sie hier.
Den Auftakt der zweitägigen Veranstaltung bildete der Gastvortrag von Dr. Carsten Ulbricht von der Stuttgarter Kanzlei Diem & Partner, den er vor allen Lehrgängen der Archivschule zum Thema „Social media und Recht im Bereich der Archive“ hielt. Angesichts des verbreiteten Umgangs mit den neuen Medien war damit eine aktuelle Herausforderung der Archivarszunft angesprochen, was sich an den Fragen und der Diskussion, die sich im Laufe des Vortrages entzündete, schnell zeigte. Erkennbar war dabei, dass den rechtlichen Fragen eine wesentliche Bedeutung zufällt, weswegen sie in der Ausbildung Berücksichtigung finden müssen. Nach einer kurzen Kaffeepause führte Frau Dr. Becker den Lehrgang in den Ablauf des neuen Referendariats ein, bevor am Abend des ersten Tages die Referendarinnen und Referendare des 47. Wissenschaftlichen Lehrgangs ihre Nachfolger zu einer Begrüßungsfeier willkommen hießen.
Frau Dr. Jeske, Frau Dr. Becker, Herr Dr. Ulbricht
Der zweite Tag der Einführung konzentrierte sich auf die Vorstellung der einzelnen Module durch die jeweils verantwortlichen Dozentinnen und Dozenten. Begleitet wurde dieser Teil von einer Information über Leben und Wohnen in der Universitätsstadt Marburg.
Der 48. Wissenschaftliche Lehrgang setzt sich aus acht Teilnehmerinnen und sieben Teilnehmern zusammen, die sich auf das Thüringische Hauptstaatsarchiv Weimar (1), das Landesarchiv Baden-Württemberg (4), das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen – Abteilung Ostwestfalen-Lippe (4), das Hauptstaatsarchiv Hannover (2) und das Hessische Landesarchiv (4) verteilen.
Die theoretische Ausbildung an der Archivschule Marburg in Form der Fachstudien wird am 2. Januar 2014 beginnen.
Am 1. Juni 2013 hat Stephanie Oertel die Koordinierungsstelle im DFG-Projekt Digitalisierung archivalischer Quellen angetreten. Sie ist daneben weiterhin bis August 2013 in der Koordinierungsstelle Retrokonversion mit der Hälfte Ihrer Arbeitszeit tätig.
Frau Oertel studierte in Potsdam Restaurierung mit der Fachrichtung Holz und schloss den Studiengang mit dem Diplom ab. Nach einem zweijährigen Volontariat im Badischen Generaldepot Karlsruhe, der Restaurierungsabteilung der Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württembergs, nahm sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart den Studiengang der Konservierung neuer Medien und digitaler Informationen auf und schloss ihn mit dem Master ab. Hierbei widmete sie sich dem aktuellen Thema der digitalen Langzeitarchivierung.
Zukünftig wird sie gemeinsam mit Frau Dr. Becker, die im Rahmen des DFG-Produktivpilots Digitalisierung von archivalischen Quellen beteiligten Archive betreuen und unterstützen. Das Produktivpilotprojekt setzt sich zusammen aus dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, dem LWL-Archivamt für Westfalen, der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, dem Landesarchiv Baden-Württemberg, dem Stadtarchiv – Institut für Stadtgeschichte, dem Sächsischen Staatsarchiv und der Archivschule Marburg.
Frau Oertel freut sich auf die Zusammenarbeit mit diesen Archiven, den beteiligten Dienstleistern und mit allen Akteuren, die an dem Pilotprojekt Digitalisierung archivalischer Quellen beteiligt sind.
Im Rahmen des DFG-Projekts Produktivpilot Digitalisierung von archivalischen Quellen fand am 6. Mai 2013 an der Archivschule Marburg der Workshop Priorisierung bei der Digitalisierung des Archivguts statt.

Die Vortragenden und Moderierenden des Workshops (es fehlt: C. Rehm)
Am Vormittag stellte Frank Bischoff, Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, das DFG-Projekt und seine Ziele vor. Mithilfe der exemplarischen Digitalisierung von mehreren Archivaliengattungen durch sechs Kooperationspartner sollen Erkenntnisse für die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie für das deutsche Archivwesen gewonnen werden. In einem Impulsreferat erläuterte Niklaus Bütikofer, Universitätsarchiv Bern, Konzepte und Methoden der Priorisierung. Er ging dabei auch auf bereits vorliegende Modelle aus dem Ausland ein (SOUDAAM, NINCH-Guide). Clemens Rehm, Landesarchiv Baden-Württemberg, stellte die für den Nachmittag vorgesehenen Arbeitsgruppen vor. In der AG 1 sollten Priorisierungskriterien aus der Nutzerperspektive diskutiert werden. Die AG 2 befasste sich mit archivfachlichen Kriterien der Priorisierung und die AG 3 setzte sich intensiv mit den Rahmenbedingungen der Digitalisierung und den daraus erwachsenden Priorisierungskriterien auseinander.
Mit der im Titel genannten Aussage eröffnete die Leiterin der Archivschule Marburg Irmgard Becker die Zusammenfassung der Arbeitsgruppenergebnisse. Der Satz bezieht sich auf die Ergebnisse der AG 1. Das Nutzerinteresse, das die Ziele einer Digitalisierungsmaßnahme bestimmt, definiert die Priorisierungskriterien. AG 2 konnte zum einen feststellen, dass archivfachliche Kriterien, die sich auf vermeintliche Nutzerinteressen beziehen, immer an den tatsächlichen Nutzerinteressen gemessen werden müssen. Zum anderen kam sie zum Ergebnis, dass bei sehr flach erschlossenen Beständen die Defizite der Erschließung mit mehr Aufwand bei der Strukturierung der Digitalisate ausgeglichen werden können. Das ist der Mehrwert der Digitalisierung. Das Ergebnis der AG 3 macht eine Reihung von Priorisierungskriterien möglich. Zuerst müssen technische und wirtschaftliche Aspekte einer Digitalisierungsmaßnahme geprüft werden, bevor rechtliche und bestandserhalterische Fragen durch Priorisierungskriterien beantwortet werden.
Insgesamt hatte der Workshop einen hohen, sehr gut für das DFG-Projekt verwertbaren Ertrag. Die Ergebnisse eröffneten darüber hinaus Perspektiven, wie ein Kriterienkatalog für die Reihung der Priorisierungskriterien erarbeitet werden kann.
Das Ergebnis des Workshops wird beim 18. Archivwissenschaftlichen Kolloquium der Archivschule Marburg vom 26. – 27. November 2013 präsentiert und weiter diskutiert.
Am 30. April 2013 wurden die Mitglieder des 46. Wissenschaftlichen Lehrgangs der Archivschule feierlich verabschiedet. Damit endete ihre zweijährige Ausbildung, die sie durch zahlreiche deutsche, niederländische und belgische Archive führte, drei von ihnen sogar bis nach Mittelschweden zur ARCHIDIS Summer School.
Die acht Referendarinnen und sieben Referendare repräsentierten nicht nur ihre Ausbildungsarchive in Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und beim Bistum Regensburg. Sie konnten auch ihre Herkunft aus dem Breisgau, dem Rhein-Main-Gebiet, dem Münsterland, Ost-Westfalen, der Pfalz, Oberhessen, dem Altenburger Land, der Grafschaft Hoya, Schwaben, Leipzig und Regensburg nicht verleugnen. Ihre Verbundenheit mit diesen Regionen zeigten sie den Dozenten, aber auch dem eigenen Kurs immer wieder, sei es durch historische Bezüge, durch Hinweise auf archivische Besonderheiten der Region oder das Reichen regionalen Backwerks.
Was bleibt? – Die Erinnerung an einen stets konstruktiv mitarbeitenden Kurs, der mit einem überdurchschnittlichen
Examen zeigte, was alles in ihm steckt, die Erinnerung an die Realisierung eines lang gehegten Traums des Mentors (endlich mal in die Niederlande auf Exkursion) und last but not least: ein Tischkicker im Keller, der auf Initiative des Kurses mit Spendengeldern angeschafft werden konnte und nun auch künftigen Lehrgängen zur Verfügung steht.

Diu manentes tandem bona fiunt – heißt es ab sofort für 19. Anwärterinnen und Anwärter des gehobenen Archivdienstes, welche am 27. März die Archivschule verlassen haben. Im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung verabschiedeten die Leiterin der Archivschule Dr. Irmgard Christa Becker und der Mentor des Kurses Dr. Dominik Haffer die Studierenden. Die Teilnehmerinnen und -teilnehmer des 49. Fachhochschullehrgangs kehren nunmehr in ihre Ausbildungsarchive in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin, Hessen sowie der Freien und Hansestadt Hamburg zurück, um dort ihre Ausbildung abzuschließen. Für diese letzte Phase und für die weitere berufliche sowie private Zukunft wünschen sämtliche Bediensteten der Archivschule den Studierenden viel Erfolg und alles Gute. Das war’s, „49 has left the building!“
Am 20. März 2013 hatte Dr. Matthias Weber seinen letzten Arbeitstag an der Archivschule Marburg. Demnächst wird er wieder in der Europäischen Zentralbank tätig werden, von wo er für ein Jahr freigestellt wurde, um an der Archivschule Marburg mitzuarbeiten. Während seiner Tätigkeit in der Archivschule hat Herr Dr. Weber vor allem im Bereich des Records Management gearbeitet und Studierende des 46. Wissenschaftlichen Kurses unterrichtet. Die Archivschule hat dabei von seiner langjährigen beruflichen Erfahrung profitieren können. Herr Dr. Weber wird der Archivschule auch in Zukunft verbunden bleiben.
Die Personalrätin Monika Oehme überreicht zum Abschied im Namen
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein kleines Präsent.
Die Digitalisierung des Archivguts erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, bei der geklärt werden muss, welche Archivalien, mit welchen Abläufen und mit welchen Ressourcen digitalisiert werden sollen. Grundlegend ist hier die Priorisierung. Diese wird Thema des Workshops sein.
Der Workshop wird im Wesentlichen in Arbeitsgruppen stattfinden, in denen Priorisierungskriterien mit drei thematischen Schwerpunkten erarbeitet werden sollen. In der AG „Nutzerinteressen und Qualität der Nutzung“ wird erarbeitet, welche Wünsche und Vorstellungen, die von Dritten an die Archive herangetragen werden, bei der Priorisierung zu berücksichtigen sind. Die AG „Archivgut und archivfachliche Kriterien“ wird Aspekte der Priorisierung diskutieren, die unmittelbar vom Einzelstück ausgehen. In der AG „Rahmenbedingungen“ werden die bestandserhalterischen, technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte der Digitalisierung erarbeitet.
Eingeleitet wird der Workshop durch die Vorstellung des DFG-Projekts „Produktivpilot Digitalisierung von archivalischen Quellen“ und von einem Impulsreferat zu den Konzepten und Methoden der Priorisierung.
Archivarinnen und Archivare und andere, die sich mit der Digitalisierung des Archivguts beschäftigen, sind herzlich eingeladen. Die Ergebnisse des Workshops werden in das DFG-Projekt einfließen.
Der Workshop ist bereits ausgebucht. Weitere Informationen finden Sie hier.
Vom 5. bis zum 9. Februar 2013 waren 32 Studierende des schweizerischen Studiengangs Master of Advanced Studies in Archival Library and Information Science (MAS ALIS) mit den Lehrenden Gaby Knoch-Mund und Gilbert Coutaz von den Universitäten Bern und Lausanne zu Gast an der Archivschule Marburg. Zunächst verschafften sich die Studierenden einen Überblick über die deutsche Bewertungstradition, um dann gemeinsam mit dem 47. Wissenschaftlichen Lehrgang der Archivschule deutsche und schweizerische Konzepte der Überlieferungsbildung zu vergleichen und zu analysieren.
In das Blockseminar waren zwei auswärtige Vortragende eingebunden: Matthias Buchholz von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Clemens Rehm vom Landesarchiv Baden-Württemberg führten in spezielle Themen der Überlieferungsbildung wie die Anwendung statistischer Auswahlverfahren und die horizontale und vertikale Bewertung ein.
Durch eine Stadtführung lernten die Schweizer die Marburger Altstadt kennen, bei einem Empfang in der Archivschule hatten Referendare und Studierende die Möglichkeit sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren Ausbildungsgängen auszutauschen.

Lehrende und Studierende der Gemeinschaftsveranstaltung
Mikel Plett hat die Koordinierungsstelle Retrokonversion Ende Januar
verlassen. Er wird zukünftig am Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen arbeiten. Die Leiterin der Archivschule Marburg, Dr. Irmgard Becker, sowie die Vorsitzende des Personalrates, Monika Oehme, dankten Herrn Plett in einer kleinen Abschiedsveranstaltung für sein Engagement und die sehr gute kollegiale Zusammenarbeit. Während seiner über zweijährigen Tätigkeit an der Koordinierungsstelle hat er an der Vorbereitung von 36 Förderanträgen mitgewirkt und den Webauftritt der Koordinierungsstelle neu konzipiert. Die antragstellenden Kolleginnen und Kollegen haben von den übersichtlich gestalteten Hilfsmitteln profitiert, die von ihm wesentlich weiter entwickelt wurden.
Für seine neue Aufgabe, die ihn in den bibliothekarischen Arbeitsbereich zurückführt, wünschen wir ihm alles Gute.
Monika Oehme, Mikel Plett und Dr. Irmgard Becker

Am 1. Februar 2013 hat Torben Lindemann die Nachfolge von Mikel Plett in der Koordinierungsstelle Retrokonversion an der Archivschule Marburg angetreten. Herr Lindemann absolvierte an der Fachhochschule Potsdam zunächst den Bachelorstudiengang Archivwesen, dann das Studium der Informationswissenschaften, das er im September 2012 mit dem Master abschloss. Im Laufe seines Studiums setzte Herr Lindemann den Schwerpunkt vor allem in den Bereichen der Langzeitarchivierung und der Digitalisierung von Kulturgut. Begleitend war er in der Helmholtz-Gemeinschaft, im Verein Herold zu Berlin und in einem Erschließungsprojekt im Archiv der Freien Universität Berlin tätig. Zukünftig wird Herr Lindemann gemeinsam mit Dr. Claudius Kienzle und Stephanie Oertel die Archive, die im Rahmen des DFG-Projektes zur Digitalisierung von archivischen Findmitteln ihre Findbücher retrokonvertieren möchten, im Vorfeld beraten und sie bei der Durchführung ihrer Projekte unterstützen. Herr Lindemann freut sich auf die Zusammenarbeit mit Archiven, Dienstleistern und sonstigen Akteuren auf dem Gebiet der Retrokonversion.
Torben Lindemann
Am 31. Januar 2013 präsentierte der 49. Fachhochschullehrgang der Archivschule Marburg das Ergebnis seines Erschließungsprojektes. Die 19 angehenden Diplomarchivarinnen und -archivare hatten im vergangenen Trimester unter Anleitung von Dr. Dominik Haffer Akten des Verkehrs- und Wirtschaftsamtes aus der Zeit von 1897 bis 1993 mit einem Umfang von 24 laufenden Metern bzw. insgesamt 747 Verzeichnungseinheiten nutzbar gemacht.

Wer bei Akten des Verkehrs- und Wirtschaftsamtes an langweiliges Verwaltungsschriftgut denkt, der täuscht sich. In den Quellen sind zum Beispiel die Einrichtung und Unterhaltung des Fuldahafens, der Industriebahn und des Flughafens Kassel-Calden dokumentiert, und das nicht nur in Wort und Schrift, sondern ebenso in zahlreichen Plänen und Fotografien. Und auch die Vorbereitung der documenta 1972 hat sich in der Überlieferung niedergeschlagen.
Durch die Erschließungsleistung hat der Kurs für die Arbeit von Regionalhistorikern und Heimatforschern eine neue Grundlage geschaffen, die nun im Stadtarchiv Kassel genutzt werden kann.
Dr. Haffer, Dr. Becker und Dr. Lutz bei der Übergabe des Findbuchs

Seit 15. Januar 2013 verstärkt Stephanie Oertel das Team der Koordinierungsstelle Retrokonversion.
Frau Oertel studierte in Potsdam Restaurierung mit der Fachrichtung Holz und schloss den Studiengang mit dem Diplom ab. Nach einem zweijährigen Volontariat im Badischen Generaldepot Karlsruhe, der Restaurierungsabteilung der Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württembergs, nahm sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart den Studiengang der Konservierung neuer Medien und digitaler Informationen auf und schloss ihn mit dem Master ab. Hierbei widmete sie sich dem aktuellen Thema der digitalen Langzeitarchivierung.
Zukünftig wird sie gemeinsam mit Dr. Claudius Kienzle und Mikel Plett die Archive, die im Rahmen des DFG-Projektes zur Digitalisierung von archivischen Findmitteln ihre Findbücher retrokonvertieren möchten, im Vorfeld beraten und sie bei der Durchführung ihrer Projekte unterstützen. Als weiteren Schwerpunkt führt sie die Erstkontrolle der digitalen Findmittel durch.
Frau Oertel freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Archiven, den Dienstleistern und mit allen Akteuren, die an dem Projekt der Retrokonversion von Findmitteln beteiligt sind.

Der 47. Wissenschaftliche Lehrgang (zwei erkrankte Kursmitglieder fehlen).
Am Mittwoch, dem 2. Januar 2013, wurde von der Leiterin der Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft, Frau Dr. Irmgard Christa Becker, in Gegenwart des Personals und Lehrgangsvertretern der laufenden Lehrgänge der Archivschule der 47. Wissenschaftliche Lehrgang eröffnet. Er umfasst 12 Mitglieder, davon 4 Frauen. Ausbildungsverwaltungen sind das Bundesarchiv (3), das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (1), das Landesarchiv Baden-Württemberg (4), das Landesarchiv Mecklenburg-Vorpommern (1), das Landeshauptarchiv Rheinland-Pfalz (1) und das Sächsische Staatsarchiv (2). Der Lehrgang, der an der Archivschule letztmalig nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den höheren Archivdienst im Lande Hessen vom 23. Mai 1997 theoretisch ausgebildet wird, endet mit der Archivarischen Staatsprüfung am 30. April 2014.
Im ausgehenden alten Jahr möchten wir bereits zwei Termine des neuen Jahres ankündigen:
Workshop am Montag, den 06.05.2013
Im Workshop sollen Methoden und Kriterien zur Priorisierung des Archivguts bei der Digitalisierung entwickelt werden.
18. Archivwissenschaftliches Kolloquium vom 26.11. bis 27.11.2013
Im Kolloquium wird das Thema Prioritäten bei der Digitalisierung in vertiefter Weise und in einem internationalen Forschungskontext aufgegriffen.
Die Programme werden rechtzeitig bekannt gegeben. Beide Tagungen stehen im Zusammenhang mit dem DFG-Projekt: Produktivpilot zur Digitalisierung von archivalischen Quellen.
Unter dem Titel „Transparenz für die Bürger? Perspektiven
historischer Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit in Archiven“ 
wurde auf dem 17. Archivwissenschaftlichen Kolloquium der Archivschule Marburg am 15. und 16. November 2012 die Bedeutung der Archive für die demokratische Gesellschaft im digitalen Zeitalter untersucht. Die Tagung, eine Kooperation der Archivschule Marburg, der Justus-Liebig-Universität Gießen – Seminar für Didaktik der Geschichte und dem Hessischen Staatsarchiv Marburg, fand im Landgrafensaal des Staatsarchivs statt.
Welchen Beitrag können die Archive zur historischen Bildungsarbeit in der digitalen Welt leisten? Dieser Leitfrage wurde in drei Sektionen nachgegangen. Ausgehend von grundsätzlichen Überlegungen zu Gedächtnis und Überlieferung in der Informationsgesellschaft thematisierten die Vortragenden die Rolle der Archive für die gesellschaftliche Kontrolle des Verwaltungshandelns und die Historische Bildungsarbeit.
Einen breiten Raum nahmen die Vorträge zum Archiv als Moderatorin und Referenten der ersten Sektion
außerschulischem Lernort und als Akteur auf dem Feld Foto: B. Krippner
regionaler Erinnerungskultur ein. Hierbei wurde immer wieder
die Bedeutung der Archive als Zentren der historischen Bildungsarbeit
gerade für Schüler deutlich. Dabei betonten die Referentinnen und Referenten einerseits den besonderen Reiz des authentischen Archivmaterials gerade in der digitalen Welt, andererseits zeigten sie in ihren Beiträgen neue Wege auf, digitale Medien für die historische Bildungsarbeit zu nutzen.
Wie immer wird die Tagung in einem Band der Veröffentlichungsreihe der Archivschule dokumentiert.

Der gut gefüllte Landgrafensaal des Staatsarchivs
Foto: N. Noll
Unter dem Titel „Digitale Registraturen – digitale Archivierung. Pragmatische Lösungen für kleinere und mittlere Archive?“ liegen nunmehr die Beiträge zum 16. Archivwissenschaftlichen Kolloquium als neueste Publikation der Archivschule Marburg vor. Im Rahmen der Tagung im November 2011 wurden neben den Schwierigkeiten auch Lösungsansätze für die Einführung der elektronischen Akte vorgestellt. Die Fallbeispiele erstreckten sich dabei von der Verwaltung über die Registratur bis in das Archiv und stellten vor allem mittlere und kleinere Archive in den Blickpunkt dieser Entwicklung.
Der Tagungsband ist ab sofort über die Archivschule Marburg erhältlich.

Am 1. Okt. 2012 wurde der 50. Fachhochschullehrgang der Archivschule Marburg durch die Leiterin der Archivschule, Dr. Irmgard Christa Becker, eröffnet. Im Anschluss stellte der Mentor des Kurses, Dr. Volker Hirsch, den Ablauf der
Ausbildung vor. Nach einem Überblick über die Ausbildungsinhalte durch die Dozenten begannen am folgenden Tag die regulären Lehrveranstaltungen.
Die 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden vom Bund (5), von Baden-Württemberg (8), Hessen (4), Schleswig-Holstein (2), Bremen (1) und Hamburg (1) für den theoretischen Teil der Ausbildung an die Archivschule Marburg abgeordnet.
An der 1949 gegründeten Archivschule begann am 1. Nov. 1950 der erste Kurs für den Gehoben Archivdienst. Bis heute haben 48 Kurse ihre Ausbildung abgeschlossen und die Archivschule kann auf 945 Absolventen des Gehobenen Dienstes zurückblicken.
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