45. WK verlässt die Archivschule


 

Am Freitag, d. 27. April 2012, wurde der 45. Lehrgang des höheren Archivdienstes verabschiedet. Die 7 Teilnehmerinnen und 10 Teilnehmer waren vom Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (1), Landeshauptarchiv Koblenz (1), Landeshauptarchiv Schwerin (1), Sächsischen Staatsarchiv (2), Landesarchiv Baden-Württemberg (4), Landesarchiv Nordrhein-Westfalen (4) und vom Bundesarchiv (4) an die Archivschule entsandt worden.

Der Kurs hat mit konstruktiver wie kritischer Diskussion und mit der Bereitschaft engagiert mitzuarbeiten als Team zum Gelingen der Ausbildung beigetragen. Ein einprägsames Erlebnis war die große Exkursion, die ausgehend vom Standort Barcelona lehrreiche Einblicke in die besonderen Gegebenheiten des katalanischen Archivwesens bot. Und es wurde auch wieder Fußball gespielt …

Wir wünschen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern alles Gute für ihren Start in das Berufsleben.


 

Neuer Dozent für Records Management
 

Am 16. April konnte die Archivschule Marburg einen neuen Mitarbeiter begrüßen:
Dr. Matthias Weber übernahm die Funktion als Dozent für Records Management.

Seit 2000 war Herr Weber in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt im Bereich des Records Managements beschäftigt und hat des Weiteren den historischen Bestand einer Vorläuferorganisation bearbeitet und verzeichnet. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit war die Archivierung von Webseiten.
Zuvor studierte er zwischen 1988 und 1993 Mittlere und Neuere Geschichte, Alte Geschichte und Jura in Frankfurt am Main sowie in Amsterdam und wurde 1996 über ein verfassungshistorisches Thema in Frankfurt promoviert.
Seine theoretische Ausbildung als Wissenschaftlicher Dokumentar erhielt er 1998 am Institut für Information und Dokumentation der FH Potsdam. Berufliche Stationen seit 1997 führten ihn über das Pressearchiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das Fernseharchiv des Südwestrundfunks in Mainz in die Europäische Zentralbank.

Herr Weber ist für die Vorbereitung und Durchführung des Studiengangs Master of Records Management zuständig und wird auch in der Ausbildung der Lehrgänge für den gehobenen und höheren Archivdienst eingesetzt werden.




Verabschiedung des 48. Fachhochschullehrgangs



Am Donnerstag, d. 29. März 2012, wurde der 48. Lehrgang für den gehobenen Archivdienst nach bestandener Zwischenprüfung von der Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft – verabschiedet. Die 15 Anwärterinnen und 4 Anwärter des Lehrgangs waren vom Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin (3), vom Landesarchiv Baden-Württemberg in Stuttgart (10), vom Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden (3), vom Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt a. M. (2) und vom Niedersächsischen Landesarchiv – Staatsarchiv Osnabrück (1) zur theoretischen Ausbildung nach Marburg abgeordnet worden. Auf der großen Studienexkursion des Lehrgangs wurden Archive in den Niederlanden, in Belgien und Nordfrankreich besucht. Nach sechs Monaten weiterer praktischer Ausbildung in ihren Heimatarchiven legen die Mitglieder des Lehrgangs ihre Laufbahnprüfung ab. Die Archivschule wünscht ihnen für ihre berufliche Zukunft alles Gute.




Tag der Archive in der Archivschule Marburg

Am 4. März beteiligte sich die Archivschule zum fünften Mal an dem bundesweit ausgerufenen Tag der Archive. Neben den Informationen zur Ausbildung war die Lese- und Schreibwerkstatt wieder besonders gefragt. Kinder konnten sich z.B. im Schreiben mit der Feder üben oder Wappen malen. Und auch Erwachsene kamen auf Ihre Kosten: Wieder brachten die Besucher alte Schriftstücke mit, um Unterstützung beim Lesen zu erhalten und sich den Inhalt erschließen zu lassen. Die Veranstaltung wurde gemeinschaftlich von den Lehrenden und den Studierenden des 49. Fachhochschulkurses gestaltet.

   











       Archivschule für Groß und Klein!
      
    Fotos: F. Wirsing

 

Besuchen Sie uns am Tag der Archive 2012

Auch die Archivschule Marburg beteiligt sich in diesem Jahr am Tag der Archive. Am Sonntag, 4. März 2012, ist die Archivschule für Interessierte von 11:00 - 18:00 Uhr geöffnet.

Das Programm finden Sie im Flyer (PDF, 210KB).
 

Studierende der Archivschule machen 300 Jahre Ortsgeschichte für die Öffentlichkeit zugänglich

Im Rahmen des Unterrichts an der Archivschule Marburg wurde im vergangenen Herbst durch die Studierenden des 48. Fachhochschulkurses das Archiv der Gemeinde Hattenrod (heute Reiskirchen) erschlossen, d.h. geordnet und recherchierbar gemacht. Am 25. Januar fand nunmehr die feierliche Übergabe des analogen und elektronischen Findbuches an den Bürgermeister der Gemeinde Reiskirchen, Herrn Holger Sehrt, und den Hauptamtsleiter, Herrn Werner Speier, statt. Zu diesem Anlass wurden von den Studierenden ausgewählte Stücke des Archivs präsentiert und erläutert.


    Dr. Haffer, Dr. Becker, Herr Speier, Herr Sehrt und Studierende des 48. FHK


Nach der Begrüßung des Bürgermeisters und der Gemeinde, durch die Leiterin der Archivschule, Dr. Irmgard Christa Becker, erfolgte zunächst eine Einführung in den Projektverlauf durch den Betreuer der Übung, Dr. Dominik Haffer. Im Anschluss daran dankte Bürgermeister Sehrt allen Beteiligten für die Unterstützung des Reiskirchener Archivs und der Aufbereitung der Archivalien für die Forschung. Insgesamt 989 Verzeichnungseinheiten (15 laufende Meter Schriftgut) wurden im Zuge der Verzeichnungsübung bearbeitet, um die Geschichte des Ortes seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in all ihren Facetten abzubilden. Auskunft über das Leben im Ort geben dabei unter anderem die Rechnungsbände seit 1667, Bauzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert sowie Unterlagen zur Wasserversorgung oder zur lokalen Forst- und Landwirtschaft. Hierdurch lassen sich oftmals auch die Folgen von Krieg, Seuchen oder Missernten und selbst die Einzelschicksale der Einwohner in Hattenrod nachvollziehen. Historikern und Genealogen wird damit eine neue wichtige Quelle eröffnet.



Archivschule Marburg
– Hochschule für Archivwissenschaft –

Die Archivschule Marburg hat mit der Novellierung des Organisationserlasses zum 1. Januar 2012 einen neuen Namen bekommen oder genauer: Der doppelte Untertitel "Institut für Archivwissenschaft" für die Ausbildung der Referendarinnen und Referendare sowie "Fachhochschule für Archivwesen" für den verwaltungsinternen Studiengang mit dem Abschluss Diplom-Archivarin (FH) oder Diplom-Archivar (FH) wurde zur einheitlichen Bezeichnung "Hochschule für Archivwissenschaft" zusammengefasst. Der Beirat der Archivschule macht damit sichtbar, dass das Aufgabentableau um Weiterbildungsangebote ergänzt wurde. Den Anfang macht der Studiengang Master of Records Management, der in diesem Jahr gestartet werden soll - Informationen zum neuen Studiengang finden Sie hier. Den neuen Studienangeboten wurde die Gremienstruktur angepasst. Künftig wird es nur noch ein Vertretungsgremium für Studierende und Lehrende geben – den Archivschulrat, der den Institutsrat und den Fachbereichsrat ersetzt. Die Wahlen zum neuen Gremium werden derzeit vorbereitet, damit die konstituierende Sitzung im März stattfinden kann.

 

 

Der 46. Wissenschaftliche Kurs hat seine Arbeit an der Archivschule aufgenommen

Am Montag, dem 2. Januar 2012, wurde der 46. Wissenschaftliche Kurs mit 15 Referendarinnen und Referendaren in der Archivschule eröffnet.
Die ausbildenden hessischen Staatsarchive in Wiesbaden und Marburg, die Landesarchive in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, das Thüringische Hauptstaatsarchiv in Weimar sowie das Bischöfliche Zentralarchiv Regensburg haben die Referendarinnen und Referendare zur einjährigen theoretischen Ausbildung an die Archivschule abgeordnet. Dr. Becker, die Leiterin der Archivschule, begrüßte den Kurs und wünschte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine ebenso fachlich ertragreiche wie auch schöne Zeit in Marburg.
Anschließend machte Dr. Uhde als Mentor den Kurs mit den wichtigsten Abläufen der nächsten Monate vertraut und Frau Oehme erläuterte die Benutzung der Bibliothek. Eine kleine Führung durch das Südviertel beendete den ersten Arbeitstag.

 



Digitale Registraturen - digitale Archivierung

Am 29. und 30. November fand in Marburg das 16. Archivwissenschaftliche Kolloquium statt. Die große Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer belegt eindrücklich, dass die Archivschule mit der Wahl des Themas den Nerv der Zunft getroffen hat.
















 












161 Archivarinnen und Archivare hörten die Beiträge zu Fragen der elektronischen Registraturführung und digitalen Archivierung, die lebhafte Beteilung an den Diskussionen zeugt vom großen Interesse. Hervorzuheben ist, dass neben Archivaren auch Mitarbeiter von kommunalen Registraturen und IT-Abteilungen anwesend waren. Nach der Eröffnung durch die Leiterin der Archivschule, Dr. Irmgard Christa Becker, führte Alison North mit ihrem Vortrag, der auf ihren Erfahrungen als Records-Managerin der ersten Stunde in der Ölindustrie Großbritanniens und als freie Beraterin aufbaute, in das Thema ein.
In drei Sektionen wurden die Probleme bei Einführung und Umsetzung digitaler Systeme in der Verwaltung, die Anforderungen an die digitale Archivierung sowie mögliche Lösungen diskutiert. Die Referentinnen und Referenten stammten aus dem In- und Ausland sowie aus dem privatwirtschaftlichen und öffentlichen Sektor.

Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung wird in Kürze im FORUM der Archivschule Marburg erscheinen. Die Beiträge des Kolloquiums werden in einem Tagungsband publiziert.

        






Dr. Becker eröffnet die Tagung 









       Alison North beim Eröffnungsvortrag     





Sigrun Schaal feiert vierzigjähriges Dienstjubiläum an der Archivschule Marburg
 

Dr. Irmgard Christa Becker, Leiterin der Archivschule, Dr. Andreas Hedwig, Leiter des Staatsarchivs, sowie die Personal-vertretungen beider Häuser Frau List und Frau Oehme gratulierten Sigrun Schaal zum Dienstjubiläum.
Vom 1. April 1977 bis 31. Oktober 2005, also insgesamt für über 28 Jahre, war Frau Schaal zunächst beim Katasteramt Dillenburg und dann beim Amt für Bodenmanagement Marburg als Technische Obersekretärin, das heißt als Vermessungsbeamtin beschäftigt. Die Reform der Katasterverwaltung führte dazu, dass Sie sich in Marburg neuen Aufgaben zuwandte. Nach einer Qualifizierungsmaßnahme auf dem Gebiet der Buchhaltung und der Neuen Verwaltungssteuerung des Landes Hessen wurde Frau Schaal am 1. November 2005 an die Archivschule Marburg versetzt. Allerdings hat die Archivschule nicht ihre ungeteilte Aufmerksamkeit, die Hälfte der Arbeitszeit ist sie für das Hessische Staatsarchiv Marburg tätig. In beiden Häusern ist sie vorwiegend in der kaufmännischen Buchhaltung beschäftigt. Im Jahr 2009 wurde sie angesichts ihres besonderen Engagements zur Amtinspektorin und damit ins Spitzenamt des mittleren Verwaltungsdienstes befördert.
Schon in der Katasterverwaltung nahm Frau Schaal die Aufgaben der Frauenbeauftragten wahr – eine Aufgabe, die sie weiterhin in der Archivschule ausübt.
In Ihrer Freizeit verbringt Sigrun Schaal viel Zeit in den Bergen, nicht nur in den Alpen, sondern auch im Himalaya, in den Anden und anderen Hochgebirgen der Welt.

 

Der 49. Fachhochschulkurs drückt ab sofort die „Archivschulbank“!

Am 4. Oktober haben 19 Anwärterinnen und Anwärter des gehobenen Archivdienstes als 49. Fachhochschulkurs ihre theoretische Ausbildung in Marburg angetreten. Die Kursmitglieder stammen aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin, Hessen und der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Rahmen einer Begrüßungsveranstaltung hießen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Archivschule Marburg sowie die Studierenden der derzeit laufenden Kurse die Neuankömmlinge willkommen. In den folgenden 18 Monaten erwartet den 49. FHK eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Theoriephase. Hierfür wünschen wir einen guten Start!


16. Archivwissenschaftliches Kolloquium am 29. und 30. November 2011
Digitale Registraturen - digitale Archivierung
Pragmatische Lösungen für kleinere und mittlere Archive?

Der Umgang mit digitalen Unterlagen ist die größte Herausforderung, der sich Verwaltungen und Archive im 21. Jahrhundert stellen müssen. Seit den 1960er Jahren sind zahlreiche IT-Anwendungen für vielfältige Verwaltungsaufgaben entwickelt worden. Die ältesten überlieferten Daten stammen aus der Durchführung von Volkszählungen, Einwohnermeldedaten folgten etwa zehn Jahre später. Mit zunehmender Dynamik haben sich die Verwaltungen in den 1990er Jahren der digitalen Welt zugewandt. Daraus erwuchs die Notwendigkeit für die Archive, sich mit den entstandenen Daten und den damit verbundenen Fragen der Archivierung auseinanderzusetzen. Die Abstimmung zwischen den Verwaltungen und den Archiven hat sich dabei als besondere Herausforderung erwiesen. Diese Fragestellungen werden im 16. Archivwissenschaftlichen Kolloquium der Archivschule Marburg an Beispielen aus dem kommunalen und Wirtschaftsarchivwesen thematisiert. Nach einem Blick auf die internationale Debatte zum Verhältnis von elektronischen Geschäftsprozessen (Records Management) und archivischen Aufgaben wird das Thema in drei Sektionen beleuchtet.
In der ersten Sektion werden Lösungen für elektronische Akten und Geschäftsprozesse in kommunalen Verwaltungen vorgestellt. Die Beispiele stammen aus einer kleineren Stadt (Pfungstadt), aus einer mittelgroßen (Gießen) und einer Großstadt (Nürnberg).
Die zweite Sektion umfasst Anwendungen für die Schnittstelle zwischen Verwaltung und Archiv. Die Bandbreite reicht von der Archivierung kommunaler Melderegister und damit für sehr alte Daten, über eine Entwicklung für ein Wirtschaftsarchiv bis zu Bausteinen zur digitalen Archivierung für kleinere Archive aus der Schweiz.
In der dritten Sektion werden Modelle für die Archivierung digitaler Aufzeichnungen präsentiert. Darunter sind zwei Lösungen für Großstädte (München, Wien) und eine Verbundlösung für kommunale Archive.
Eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der digitalen Archivierung rundet das Programm ab.
Ziel des Kolloquiums ist es, Lösungsansätze vorzustellen, die bisher weniger im Fokus der Diskussion um die digitale Archivierung standen oder noch sehr neu sind. Des Weiteren haben wir überwiegend Modelle für kleinere und mittlere Verwaltungsgrößen ausgewählt.
Nähere Informationen finden Sie, wenn Sie dem Link folgen (Kolloquium 2011)


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