Alte Meldungen aus den Jahren





 

2011

Frau Kieselbach verlässt nach 20 Jahren die Archivschule in den Ruhestand -
Nachfolgerin Heidi Becker

 

Seit 1991 gehörte Frau Kieselbach zum Personal der Archivschule. Zunächst war sie im Geschäftszimmer tätig, bald übernahm sie Vorzimmertätigkeiten und die Gestaltung des Fortbildungsprogramms als stetig wachsende Aufgabe. Zuletzt machten die Fortbildungsveranstaltungen mit der Betreuung der Dozenten wie Kursteilnehmer und der Wahrnehmung aller organisatorischen Aufgaben den größten Teil ihrer Tätigkeit aus. Dozenten und Fortbildungsteilnehmer haben sie in dieser Funktion über Jahre als kompetente Ansprechpartnerin geschätzt.
Wir wünschen ihr für den Ruhestand alles Gute und danken Ihr für die große Verlässlichkeit und die geleistete Arbeit.





 


 

  Frau Dr. Becker und Frau Kieselbach bei der Verabschiedung



Nun werden die Aufgaben von Heidi (!) Becker wahrgenommen, die am 1. August ihre Tätigkeit an der Archivschule begonnnen hat. Frau Becker war als Verwaltungsfachangestellte zunächst mehrere Jahre bei der Stadtverwaltung Battenberg tätig, anschließend arbeitete sie für die Lebenshilfe und für das Herder-Institut in Marburg. Wir freuen uns, dass sie nun ihre dort gemachten Erfahrungen im Veranstaltungs- und Weiterbildungsmanagement sowie im Vorzimmer der Direktion in den Dienst der Archivschule stellt.










Frau Dr. I. Becker begrüsst Frau H. Becker als neue Mitarbeiterin




ARCHIDIS Summer School 2011

Vom 31.7. bis 13.08. 2011 findet erstmals an der Archivschule Marburg eine internationale Summer School statt.

Gruppenfoto der Teilnehmer und Dozenten nach der Eröffnung der Summer School (Foto: Schleiter)

Die ARCHIDIS Summer School (ARCHIDIS = The Archives and Records Challenges in the Digital Information Society) trägt den Titel “Appraisal and social memory” und wird sich mit Fragen der archivischen Bewertung analoger wie auch digitaler Unterlagen beschäftigen. Bewertung ist die Entscheidung, welche Unterlagen dauerhaft aufbewahrt werden und welche vernichtet werden können. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, auf welche Weise Archivare durch ihre Bewertungsentscheidung die spätere Erinnerung an unsere Gegenwart und jüngere Vergangenheit mitbestimmen und in wie weit zugleich gegenwärtige gesellschaftliche Bedingungen und Entwicklungen diese Bewertungsentscheidung beeinflussen.

An der Summer School werden 36 Studierende und 13 Lehrende der Archivwissenschaften teilnehmen, die von elf Hochschulen in 8 Ländern kommen (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, die Niederlande, Norwegen und Schweden).
Schon im Vorfeld der Summer School haben sich die Studierenden mit Hilfe einer Lernsoftware ausgetauscht, Aufsätze gelesen, Thesenpapiere erstellt und Poster vorbereitet, mit der sie sich am Montagnachmittag gegenseitig vorstellen werden.

Die Studierenden werden täglich vormittags an einer Vorlesung und einem Seminar teilnehmen und an den Nachmittagen in Gruppen arbeiten, deren Ergbnisse dann am Ende der zwei Wochen vorgestellt werden. Besuche des Staatsarchivs Marburg, des Bundesarchivs in Koblenz sowie der Records Management Unit der Europäischen Zentralbank in Frankfurt runden die Summer School ab.

Die Summer School wurde von dem „Network of Archival Educators and Trainers“ organisiert, einem Zusammenschluss von insgesamt 25 Ausbildungsstätten für Archivarinnen und Archivaren in Großbritannien, den nordischen Ländern, den Benelux Staaten, Frankreichs, Deutschlands und der Schweiz.
Das Network hatte 2010 über die Universität Oslo einen Förderantrag über knapp 50.000 € im Rahmen des Erasmus Intensive Learning Programms der EU gestellt, der Mitte letzten Jahres in voller Höhe bewilligt wurde.
 


Koordinierungsstelle kann Arbeit weitere zwei Jahre fortsetzen


Archivische Findmittel ins Netz! Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt diesen Appell seit gut vier Jahren mit einem eigenen Förderprogramm.
Bis zu einer Million Euro jährlich stehen den deutschen Archiven für die Retrokonversion analoger Findmittel zur Verfügung. Hiermit möchte die DFG das deutsche Archivwesen ermutigen, die vorhandenen Findmittel flächendeckend im Internet zur freien Nutzung zur Verfügung zu stellen. Dadurch sollen die Bedingungen für die Forschung verbessert sowie eine Vernetzung in Forschungsverbünden erleichtert werden.
Von der Koordinierungsstelle Retrokonversion werden die Arbeiten bundesweit koordiniert. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Beratung der Archive, die Fördermittel beantragen wollen. Außerdem führt die Koordinierungsstelle Markterhebungen und Preisabfragen durch und unterstützt die Archive auf diese Weise in der Zusammenarbeit mit den Dienstleistern. Sie wirkte in den vergangenen Jahren bei der Etablierung standardisierter, xml-basierter Austauschformate mit.
Die DFG finanziert die Koordinierungsstelle an der Archivschule seit 2007. Jetzt hat sie zugesichert, diese wichtige Arbeit weitere zwei Jahre zu fördern. Bis Ende August 2013 stehen Gelder für die Beschäftigung der Mitarbeiter und deren Arbeit zur Verfügung. Ausdrücklich würdigte die DFG damit die Schnittstellenfunktion, die die Koordinierungsstelle Retrokonversion zwischen Archivwesen, Dienstleistern und der DFG selbst einnimmt. „Ohne die Koordinierungsstelle“, so die DFG im Bewilligungsschreiben, „wäre der großartige Fortschritt bei der Retrokonversion archivischer Findmittel in Deutschland nicht möglich gewesen.“
 
Das Schaubild gibt einen Eindruck von diesem „großartigen Fortschritt“. Es stellt anhand der Zahl der retrokonvertierten Verzeichnungseinheiten die Entwicklung des von der DFG geförderten Programms „Retrokonversion archivischer Findmittel“ dar.


Präsident des Bundesarchivs besucht Archivschule Marburg


Anlässlich des Einführungsseminars für den 46. Wissenschaftlichen Kurs an der Archivschule Marburg hat der seit Mai 2011 amtierende Präsident des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann, am 6. Juni einen Vortrag über ‚Die digitale Herausforderung der Archive‘ gehalten. Er zeigte am Beispiel des Bundesarchivs in welchen Fachbereichen digitale Medien die archivischen Aufgaben strukturell verändern. Die Präsentation von Informationen im Internet sowie die Übernahme digitaler Unterlagen hat er als die beiden wichtigsten Aufgabenkomplexe herausgearbeitet. Ersteres bedeutet unter anderem Online-Findmittel zu erarbeiten und bereitzustellen. Hollmann wies darauf hin, dass Datenbanken grundsätzlich den Vorrang vor XML-files haben sollten, weil in sie leichter Veränderungen eingearbeitet werden können. Er präsentierte des Weiteren die Online-Edition der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung, die durch die Darstellung in einer html-Struktur und die Verlinkung von Fußnoten Möglichkeiten der Einarbeitung von neuen Erkenntnissen bieten, die eine gedruckte Edition nicht leisten kann.
Im zweiten Teil seines Referats ging Hollmann auf die Realisierung eines digitalen Archivs im Bundesarchiv ein. Ausgelöst wurde die Diskussion schon vor zwanzig Jahren durch die Übernahme von digitalen Daten aus der DDR, die wieder lesbar gemacht und dann digital archiviert wurden. Das Bundearchiv arbeitet neben dem Aufbau eines digitalen Archivs an einem digitalen Zwischenarchiv als Service für die obersten Bundesbehörden und kann eine verstärkte Nachfrage nach seinen Beratungsangeboten in der Bundesverwaltung als positiven Effekt verbuchen.

Insgesamt bot Hollmann einen weitgreifenden und interessanten Einblick in den Umgang des Bundesarchivs mit der digitalen Herausforderung. Er machte aber auch deutlich, dass die Vertretung archivischer Belange in diesem neuen Aufgabengebiet der Verwaltung einen langen Atem und viel Überzeugungskraft erfordert.



Einführungsseminar des 46. Wissenschaftlichen Kurses

Am 6. und 7. Juni 2011 fand das Einführungsseminar des 46. Wissenschaftlichen Kurses der Archivschule Marburg statt. Die fünfzehn Mitglieder des Kurses, die von den Archivverwaltungen der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen sowie vom Erzbischöflichen Zentralarchiv Regensburg entsandt werden, erhielten eine kurze Einführung in die Unterrichtsfächer und organisatorische Hinweise für die gesamte Ausbildung bis hin zu praktischen Tipps für die Wohnungssuche in Marburg.





Neues Personal an der Archivschule


Stephanie Paul, langjährige Mitarbeiterin im Geschäftszimmer, ist im April in Mutterschutz gegangen. Als neue Mitarbeiterin können wir Frau Theresa Seipp begrüßen. Nach ihrer Ausbildung zur Fachangestellten für Bürokommunikation war Frau Seipp zunächst am Staatlichen Schulamt in Marburg tätig. Am 2. Mai hat sie nun die Aufgaben im Geschäftszimmer der Archivschule übernommen.





 



Theresa Seipp und Stephanie Paul

Claudius Kienzle     

Ebenfalls am 2. Mai hat Claudius Kienzle sein Amt als Leiter der Retrokonversionsstelle an der Archivschule von Wolfgang Krauth, der ans Landesarchiv Baden-Württemberg wechselte, angetreten. Herr Kienzle hat nach dem Studium der Neueren Geschichte, Politikwissenschaft und Vergleichenden Religionswissenschaft in Tübingen und Heidelberg im Sommer 2008 seine zeithistorisch-religionswissenschaftliche Promotion ebenfalls in Tübingen abgeschlossen. Bereits während des Studiums arbeitete er in Erschließungsprojekten am Landeskirchlichen Archiv in Stuttgart, wo er nach dem Studium in Elternzeitvertretung auch auf anderen archivischen Arbeitsfeldern tätig war. Daneben begann er neben freiberuflichen Aufträgen – etwa im Stadtarchiv Sachsenheim – den berufsbegleitenden Fernweiterbildungskurs an der FH Potsdam. Schließlich hat er in den letzten beiden Jahren als Mitglied des 44. Wissenschaftlichen Kurses sein Referendariat am Hessischen Staatsarchiv Marburg und an der Archivschule Marburg absolviert. Zukünftig wird er gemeinsam mit Mikel Plett die Archive, die im Rahmen des DFG-Projektes Retrokonversion archivischer Findmittel diese digital zur Verfügung stellen wollen, im Vorfeld beraten und sie bei der Durchführung ihrer Maßnahmen unterstützen. Als weiteren Schwerpunkt möchte er die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt ausbauen und verstärkt auch kleineren, nicht-staatlichen Archive die DFG-Fördermöglichkeiten aufzeigen.
Herr Kienzle freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Archiven, den Dienstleistern und mit allen Akteuren, die an dem Projekt der Retrokonversion von Findmitteln beteiligt sind.

Die Archivschule dankt Wolfgang Krauth, der die Koordinierungsstelle seit Mai 2010 geleitet hat, für sein Engagement und die sehr gute kollegiale Zusammenarbeit. Für seine neue Aufgabe in Baden-Württemberg wünschen wir ihm alles Gute.

 






Wolfgang Krauth und Dr. Irmgard Becker bei der Verabschiedung



Verabschiedung des 44. WK

Nach dem Ausscheiden des 47. Fachhochschulkurses vor einem Monat verabschiedete die Archivschule Marburg am Freitag, d. 29. April 2011, den 44. Lehrgang des höheren Archivdienstes, dessen 5 Teilnehmerinnen und 13 Teilnehmer von folgenden Archivverwaltungen an die Archivschule geschickt worden waren: Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (1), Landesarchiv Baden-Württemberg (4), Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (2), Hessisches Staatsarchiv Marburg (3), Niedersächsisches Landesarchiv – Staatsarchiv Osnabrück (3), Landesarchiv Nordrhein-Westfalen – Abteilung Westfalen (4) und Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar (1).Verabschiedung des 44. WK (Foto: Angela Schäfer)
Der Kurs hat im Unterricht engagiert diskutiert und sich gut auf das Examen vorbereitet, was sich in den Ergebnissen widerspiegelt. Nach einer Reform des Exkursionswesens konnte der Lehrgang neben der Großen Exkursion nach Prag an deutlich mehr Tagesexkursionen als die letzten Kurse teilnehmen. Anerkennung verdient sein Hilfseinsatz für die geborgenen Kölner Archivalien im Stadtarchiv Düsseldorf vom 19. bis 23. April 2010. Das Personal der Archivschule wünscht den Kursteilnehmern alles Gute im Archivarsberuf.

 

Die 47er haben uns verlassen!

Am 30.03.2011 wurde an der Archivschule der 47. Fachhochschulkurs verabschiedet. Zu diesem Zweck hatten sich zahlreiche Verwandte und Freunde, aber auch Mitglieder anderer Kurse und natürlich eine ganze Reihe von Dozenten in Hörsaal 4 der Archivschule eingefunden.
Gruppenfoto des 47. FHK mit Mentor (Dr. Uhde), Frau Dr. Becker und Prof. Dr. Polley
Die 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hessen, Berlin und vom Bundesarchiv wurden mit der Überreichung der Zeugnisse in ihre Heimatarchive zurückgeschickt, wo sie im Spätsommer diesen Jahres Ihre Diplomprüfungen ablegen werden. In Ihren kurzen Abschiedsreden erinnerten Frau Dr. Becker als Leiterin der Archivschule und Herr Dr. Uhde als Mentor des Kurses an die Exkursion des Kurses nach Freiburg und die angenehme Arbeitsatmosphäre, die diesen Kurs auszeichnete. 

Schutzfristen – Festlegung und Verkürzung

Workshop an der Archivschule Marburg
3. Mai 2011 10:00 – 17:00 Uhr

Der Umgang mit Schutzfristen erfordert von Archivarinnen und Archivaren besondere Kenntnisse. Bei der Festsetzung oder Verkürzung der Schutzfristen ist im jeweiligen Einzelfall eine Entscheidung zu treffen, die sowohl die archivgesetzlichen als auch die verwaltungsrechtlichen Normen berücksichtigt. Da es nur wenige Verfahrensmuster und Handreichungen gibt, müssen sich Archivarinnen und Archivare in die Materie einarbeiten. Diese Problematik greift die Archivschule Marburg mit ihrem Workshop auf. Nach der Verortung der Schutzfristen im Kontext des Archivrechts und einer Betrachtung ihrer historischen Entwicklung werden die beiden zentralen Fragenkomplexe in Impulsreferaten vorgestellt: Im ersten Beitrag wird das Problem aufgegriffen, dass die Archivgesetze die Festlegung von Schutzfristen zwar eindeutig regeln, die Anwendung der Gesetze auf die jeweils vorliegende Akte aber nicht immer zweifelsfrei ist. Im zweiten Referat werden Inhalt und Form der zur Verkürzung der Schutzfristen erforderlichen rechtlichen Prüfung thematisiert. Im zweiten Teil des Workshops werden zwei Arbeitsgruppen ausgehend von den beiden Impulsreferate Vorgaben für die Festlegung von Schutzfristen diskutieren und Begründungen formulieren. Außerdem soll ein Musterverfahren für die Verkürzung von Schutzfristen entwickelt werden. Die Publikation der Ergebnisse als Handreichung für die Praxis ist vorgesehen.

Leider ist der Workshop schon ausgebucht. Um mehr über den Ablauf zu erfahren, klicken Sie hier.

 

Archivschule begrüßt neuen Dozenten für Archivwissenschaft

Porträt von Dr. Dominik HafferSeit dem 15. Februar 2011 ist Dr. Dominik Haffer mit der Koordinierung der archivwissenschaftlichen Fächer an der Archivschule Marburg betraut. Damit übernimmt er den Aufgabenbereich von Dr. Alexandra Lutz, die Ende des vergangenen Jahres von der Archivschule an das Stadtarchiv Kassel wechselte. Dominik Haffer studierte Geschichte, Politik und Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und absolvierte nach seiner Promotion das Archivreferendariat am Hauptstaatsarchiv Dresden. Von Mai bis August 2010 leitete er die Archivberatungsstelle Hessen und war anschließend Sachgebietsleiter für die kommunale Archivberatung beim Archivberatungs- und Fortbildungszentrum des Landschaftsverbandes Rheinland. Dort betreute er die nichtstaatlichen und privaten Archive hinsichtlich aktueller archivpraktischer Fragen. Diese Erfahrungen möchte er zukünftig in die Vermittlung der Archivwissenschaft an der Archivschule Marburg einfließen lassen.


Besuch der Teilnehmer am Schweizer Weiterbildungsprogramm in Archiv-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Master of Advanced Studies in Archival, Library and Information Science, MAS ALIS) an der Archivschule Marburg
 

Vom 2. bis zum 5. Februar 2011 waren die Studierenden der Schweizer Archivarsausbildung an der Archivschule Marburg zu Gast. Sie erhielten durch die Leiterin der Archivschule Dr. Irmgard Christa Becker eine Einführung in die deutsche Bewertungsdiskussion und absolvierten eine Bewertungsübung anhand von Unterlagen aus dem Staatsarchiv Marburg. Bewertung nennt man den Vorgang mit dem Archivare darüber entscheiden, ob Unterlagen dauerhaft im Archiv aufbewahrt werden. Als Gastdozenten stellten Prof. Dr. Robert Kretzschmar, der Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg, Bewertungsmodelle in staatlichen Archiven vor und Dr. Matthias Buchholz vom Archiv der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erläuterte die Anwendung von statistischen Auswahlverfahren. Daran schloss sich eine Übersicht über die Bewertungsdiskussion in der Schweiz an, so dass auch ein Vergleich der Traditionen möglich war. Die Studierenden kommen aus allen Teilen der Schweiz, insgesamt zehn Teilnehmer/innen stammen aus dem romanischen Sprachraum. Im Rahmenprogramm stellten Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch und Dr. Karl Murk das Staatsarchiv Marburg vor. Françoise Lauret begleitete sie kompetent und zweisprachig auf einem Spaziergang durch Marburg. Bei einem Empfang am Donnerstagabend lernten die Schweizer Studierenden die Anwärter und Referendare der Archivschule kennen und führten mit ihnen und einigen Dozenten interessante und anregende Gespräche. 

Foto: Martin Lüpold, Basel

 


Die Archivschule Marburg begrüßt einen neuen Mitarbeiter.

Am 1. Januar 2011 hat Klaus Schleiter die Aufgaben von Werner Engel als EDV-Administrator übernommen.
Herr Schleiter studierte Informatik an der Fachhochschule Fulda mit dem Schwerpunkt Kommunikationstechnik, wo er im Jahr 1992 seine Diplomprüfung ablegte. Nach dem Studium arbeitete er in der Abteilung Coverage des Rechenzentrums der amadeus Data Processing GmbH in Erding. Im Jahr 2000 wechselte er zur Biodata Systems GmbH als Gruppenleiter für die Entwicklung der Konfigurationswerkzeuge. Von Ende 2004 bis Ende 2010 arbeitete er bei der Continental Automotive GmbH im Bereich Nutzfahrzeuge als Gruppenleiter für Engineering Tools. Seine Arbeitsschwerpunkte lagen bei allen Arbeitgebern im Bereich des Software Configuration Management und Requirements Management.
Seine Kenntnisse und Erfahrungen möchte er nun im Bereich des Archivwesens anwenden. Als Nachfolger von Herrn Engel ist Herr Schleiter Ansprechpartner für die IT-Angelegenheiten der Archivschule Marburg und die Unterstützung von Midosa XML.
 

Eröffnung des 45. Wissenschaftlichen Kurses der Archivschule

Am 3. Januar 2011 wurde der 45. Wissenschaftliche Kurs der Archivschule Marburg durch die Leiterin der Archivschule Dr. Irmgard Christa Becker eröffnet. Am folgenden Tag begannen für die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die von Bund (4), Baden-Württemberg (4), Nordrhein-Westfalen (4), Sachsen (2), GStA (1), Mecklenburg-Vorpommern (1) und Rheinland-Pfalz (1) entsandt werden, die regulären Lehrveranstaltungen und damit der theoretische Teil ihrer Ausbildung.








 

Die Referendarinnen und Referendare des 45. WK          Foto: K.Uhde   

2010


Meisterschale trotz Niederlage

Der 47. Fachhochschulkurs der Archivschule Marburg besuchte am 20.11.2010 das Heimspiel der Frankfurter Eintracht gegen die TSG Hoffenheim. Matthias Thoma, Leiter des Vereinsarchivs, und der Verein hatten die Kursteilnehmer eingeladen, nachdem die Erschließung des Vereinsarchivs im Rahmen einer Verzeichnungsübung unter der Leitung von Dr. Alexandra Lutz abgeschlossen werden konnte. Beeindruckt zeigte sich der Kurs von der tollen Stadionatmosphäre und dem Einsatz der Frankfurter Fankurve. Leider ging das Spiel 0:4 für die Frankfurter verloren. Als besonderen Höhepunkt durften die Marburger Besucher dann aber im Vereinsmuseum das 2004 angefertigte originalgetreue Duplikat der 1959 überreichten Meisterschale in Augenschein nehmen.
An dieser Stelle bedankt sich der 47. FHK für die Einladung und die Betreuung dieser tollen Exkursion durch Herrn Thoma und die Frankfurter SGE.

Oliver Kleppel

 

Der 47. FHK und Dr. Alexandra Lutz mit der Meisterschale

   

Besuch aus München an der Archivschule

Erstmals seit Bestehen der beiden Schwesterinstitutionen besuchten Referendare der Bayerischen Archivschule auf Einladung des 44. Wissenschaftlichen Kurses die Marburger Einrichtung. Dr. Irmgard Christa Becker begrüßte die Gäste aus München und stellte ihnen die Marburger Archivschule und Ausbildungsgänge vor.  mehr...
   

Das “Network of Archival Educators and Trainers” plant Summer School 2011 in Marburg.

Am 25. und 26. November 2010 trafen sich in der Archivschule Marburg 14 Mitglieder des Networks of Archival Educators and Trainers (NAET), um die im August 2011 in Marburg stattfindende Summer School 2011 "Appraisal and Social Memory" zu planen. mehr... 
   

 15. Archivwissenschaftliches Kolloquium der Archivschule Marburg

Am 23. und 24. November fand in Marburg das 15. Kolloquium der Archivschule Marburg statt. Unter dem Titel „Neue Strukturen – bewährte Methoden? Was bleibt vom Archivwesen der DDR“ wurde das Archivwesen der DDR in seiner historischen wie auch aktuellen Bedeutung kritisch hinterfragt.
Nach dem Eröffnungsvortrag von Marianne Birthler, die eingehend die Aufarbeitung der SED-Diktatur auf der Grundlage der Hinterlassenschaft des Ministeriums für Staatssicherheit thematisierte, wurde in den drei Sektionen wiederholt deutlich, dass einerseits die zentralistische Organisation die Erarbeitung von Normen und Arbeitshilfsmitteln für das Archivwesen erleichterte und beförderte, andererseits aber diese Normen von zentralen Behörden, wie Ministerien, gebrochen bzw. nicht durchgesetzt wurden.
Die in der DDR erarbeiteten Handreichungen (OVG, Lehrbriefe etc.) fanden einhelliges Lob, kritisch wurden dagegen die Einflussnahmen der Staatsicherheit und der SED auf das Archivwesen herausgestellt. Einzelne Fachmethoden, wie zum Beispiel eine von der Ideologie befreite Wertermittlung, werden auch nach der Wiedervereinigung angewendet. Dies macht deutlich, dass die Beschäftigung mit der Archivwissenschaft der DDR auch die gegenwärtigen Fachdiskussionen befruchten kann. Ein ausführlicher Bericht wird in wenigen Tagen in der nächsten Ausgabe des FORUM erscheinen. Außerdem werden die Beiträge wie gewohnt gedruckt. Der Tagungsband soll im nächsten Jahr erscheinen.
 

Foto: R. Kieselbach

   

Materialien zur Schriftgutverwaltung und zum Records Management

Seit einigen Jahren wenden sich immer mehr Behörden und Organisationen mit Fragen zur Schriftgutverwaltung an die Archive und an die Archivschule Marburg. Um diesem Beratungsbedarf entgegenzukommen, werden auf den folgenden Seiten Tipps und Hinweise zu verschiedenen Aspekten des Records Managements präsentiert.

1. Der erste Abschnitt greift die häufigsten Fragen zur Schriftgutverwaltung auf und gibt Hinweise auf beratende Stellen, Veröffentlichungen und Links.

2. Der zweite Abschnitt erläutert in Form eines Manuals die zentrale Norm zur Schriftgutverwaltung, die DIN ISO 15489. Hier finden Interessierte z.B. zahlreiche Informationen zu den Anforderungen an die Schriftgutverwaltungen und Tipps zu deren Umsetzung.

3. Der dritte Abschnitt bietet zahlreiche Erläuterungen zu Grundbegriffen der Schriftgutverwaltung.

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