Besuch aus München an der Archivschule




Erstmals seit Bestehen der beiden Schwesterinstitutionen besuchten Referendare der Bayerischen Archivschule auf Einladung des 44. Wissenschaftlichen Kurses die Marburger Einrichtung. Dr. Irmgard Christa Becker begrüßte die Gäste aus München und stellte ihnen die Marburger Archivschule und Ausbildungsgänge vor.
Anlass für den Besuch war das 15. Archivwissenschaftliche Kolloquium, bei dem dieses Jahr das DDR-Archivwesen und seine Nachwirkungen thematisiert wurden. Archivgeschichte steht auf den Lehrplänen beider Kurse, und die Veranstaltung bot die einmalige Gelegenheit, von früheren Mitarbeitern und damit von Zeitzeugen direkt über die positiven wie negativen Seiten des „anderen“ deutschen Archivwesens zu erfahren.
Neben dem Kolloquium besuchten die bayrischen Referendare auch das Staatsarchiv Marburg und das Archiv der Philipps-Universität. Dr. Karl Murk und Dr. Katharina Schaal informierten sowohl über die bedeutenden Altbestände dieser Einrichtungen als auch über die Herausforderungen der Gegenwart wie die Langzeitarchivierung digitaler Unterlagen.

Dr. Schaal mit Dr. Ksoll-Marcon inmitten der bayerischen Referendarinnen und Referendare bei der Führung durch das Archiv der Philipps-Universität
Foto: C. Reinhardt

  Dr. Becker und der 44. Wissenschaftliche Kurs mit den Münchener Gästen
Foto: J. Voigt

 
 

Anke Stößer, die eine Dissertation über Marburg als Residenz der Landgrafen von Hessen im Mittelalter verfasst hat, führte die bayerischen Gäste fachkundig in die Marburger Stadthistorie ein und zeigte ihnen im Rahmen eines Spaziergangs markante Gebäude der Altstadt, das Schloss und die Elisabethkirche.
Abgerundet wurde das Programm durch gemeinsame Kneipenbesuche, die Raum für einen Austausch der Teilnehmer beider Kurse über ihre Erfahrungen mit den jeweiligen Eigenschaften des Vorbereitungsdienstes und den persönlichen Austausch gab.

Christian Reinhardt
Wiesbaden/ Marburg