Präsentation des Findbuchs zum Nachlass von Georg Götsch. Historische Unterlagen der Jugendmusikbewegung nun für die Öffentlichkeit zugänglich

gruppenfoto Die Teilnehmer des 45. Fachhochschulkurses und Dr. Susanne-Rappe Weber, Leiterin des Archivs der deutschen Jugendbewegung, bei der Präsentation des Findbuchs (Foto: Dr. Alexandra Lutz)

Im Rahmen einer Übung haben die elf Studierenden des 45. Fachhochschulkurses die Unterlagen des Nachlasses von Georg Götsch erschlossen. Der Bestand wird im Archiv der deutschen Jugendbewegung aufbewahrt und war bislang nicht für eine Benutzung zugänglich. Georg Götsch lebte von 1895 bis 1956 und zählt zu den einflussreichsten Personen der deutschen Jugendmusikbewegung. Er war u.a. Leiter des Musikheims Frankfurt/Oder, das in den 1930er Jahren eine herausragende Stellung als Begegnungs- und Fortbildungsstätte hatte. Der Nachlass beinhaltet persönliche Unterlagen wie Tagebücher und Korrespondenzen, aber auch Materialien und Manuskripte aus Götschs Lehrtätigkeit. Hervorzuheben sind außerdem zahlreiche Fotos, die das Musikheim und die Aktivitäten der Jugendmusikbewegung festhalten. Da Götsch künstlerisch tätig war, enthält der Nachlass auch zahlreiche Aquarelle und Federzeichnungen.

 Kursemitglieder zeigen Nachlass
Marike Zenke, Anne Potthoff und Tonia Schulte zeigen Archivalien aus dem Nachlass (Foto: Dr. Alexandra Lutz)

Das Findbuch zu dem Bestand ist seit dem 25. Juni im Internet unter http://pcas23.archivschule.uni-marburg.de/goetsch/index.htm einsehbar. Zusätzlich stehen im Staatsarchiv Marburg, im Archiv der deutschen Jugendbewegung und in der Archivschule Marburg gedruckte Versionen zur Verfügung. Das Findbuch wurde am Donnerstag, dem 25. Juni, der Leiterin des Archivs der deutschen Jugendbewegung übergeben. Dr. Susanne Rappe-Weber dankte dem Kurs und der Dozentin Dr. Alexandra Lutz für die geleistete Arbeit und hob hervor, dass die Verzeichnung als Vorbild für weitere Nachlass-Erschließungsprojekte im Archiv der deutschen Jugendbewegung dienen werde. Die Studenten könnten zudem davon ausgehen, dass der erschlossene Bestand der Forschung wichtige Impulse geben werde.